Nein des SHV-Vorstands zur Selbstbestimmungsinitiative

 

 

 

Nationalrat und Ständerat haben die „Selbstbestimmungsinitiative“ deutlich abgelehnt. Volk und Stände werden am 25. November 2018 darüber abstimmen. Der Vorstand der SHV empfiehlt ebenfalls, die Volksinitiative abzulehnen.

 

Die SHV setzt sich ein für die Einhaltung der Grundsätze und Verpflichtungen der OSZE namentlich im Bereich der Menschlichen Dimension. Die „Selbstbestimmungsinitiative“ ist ein Angriff auf die Durchsetzung der Menschenrechte in der Schweiz. Das Bundesgericht dürfte die Garantien der EMRK nicht mehr anwenden. Damit wird der Grundrechtsschutz der Schweizerinnen und Schweizer entscheidend geschwächt.

 

Die SHV ist deshalb Mitglied der Allianz der Zivilgesellschaft, welche diese „Selbstbeschneidungsinitiative“ bekämpft. Sie finden den Faktencheck und weitere Unterlagen unter "Was wir tun ⇒ Aktivitäten in der Schweiz ⇒ Allianz der Zivilgesellschaft."

 

Wir bitten Sie dringend, die Allianz der Zivilgesellschaft auch finanziell zu unterstützen, damit ihre guten Argumente auch verbreitet werden können.

 

Christoph Lanz, Präsident  

 

 

Der SHV-Rundbrief

Wir haben Sie in früheren Rundbriefen über die Jugendarbeit orientiert, welche die Schweizerische Helsinki-Vereinigung seit einigen Jahren im Westbalkan durchführt. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für die Sommerschule für Schülerinnen und Schüler aus dem Kosovo, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien, welche im Juli 2018 in Prizren (Kosovo) stattfinden soll. Bei dieser Sommerschule geht es darum, durch die kritische Betrachtung der regionalen Geschichte einen kleinen Beitrag zur Versöhnung nach dem Krieg in Ex-Jugoslawien zu leisten.

Hier gelangen Sie zum aktuellen Rundbrief vom Juni 2018 . 

 

In diesem Rundbrief vom Juni 2018 befassen wir uns mit einer anderen Folge dieses Kriegs, mit der strafrechtlichen Untersuchung und Beurteilung von Kriegsverbrechen. Marie-Ursula Kind beschreibt die verschiedenen Funktionen, welche sie während vieler Jahre beim Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien ICTY ausgeübt hat.

 

Sie hat für den Rundbrief auch ein Interview mit der bosnischen Anwältin Irisa ?evra geführt. Daraus lernen wir, dass der ICTY nicht nur selbst zahlreiche Verfahren gegen mutmassliche Kriegsverbrecher durchgeführt hat – am ehesten kennen wir aus den Medien die Urteile gegen Karadzi? und Mladi?. Der Gerichtshof hat auch zahlreiche Juristinnen und Juristen aus den betroffenen Staaten ausgebildet, das materielle Strafrecht und das Verfahrensrecht in diesen Ländern geprägt und vor allem bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen mit nationalen Strafbehörden und Gerichten zusammengearbeitet. Besonders aufschlussreich sind die Antworten von Irisa ?evra zu den Fragen, welche Bedeutung die Gerichtsverfahren für die Angehörigen der Opfer hatten und ob sie zur Versöhnung beigetragen haben.

 

Elisabeth Baumgartner berichtet darüber, wie wichtig die Archive des ICTY sind für Wiedergutmachungsanträge, für die Erinnerungsarbeit und die Forschung. NGOs und staatliche Institutionen brauchen die gesammelten Dokumente. Gerade für die Geschichtsschreibung sind sie unerlässlich, und Versöhnung ist nur möglich, wenn alle verfügbaren Quellen analysiert werden. Da sind wir beim gleichen Ziel, das auch die von der SHV unterstützte Sommerschule „Challenge History“ anstrebt.

 

Zwei Mitglieder des SHV-Vorstandes haben eine private Reise in die Ukraine gemacht. Wir berichten über einige Eindrücke.   Kommen Sie am 24. August 2018 an die Jahresveranstaltung der SHV. Referent wird OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger sein.  

 

 

Freundliche Grüsse    

Christoph Lanz, Präsident 

 

Hier erhalten Sie unseren Rundbrief als PDF.

 

 

 

Challenge History 2

Aufbauend auf dem erfolgreichen Pilotprojekt Sommerschule - Challenge History -, welches in Mostar (Bosnien und Herzegowina BiH) im letzten Jahr stattgefunden hat, laufen die Vorbereitungsarbeiten für das Projekt - Challenge History 2 -, dessen Sommerschule in Prizren (Kosovo) im Juli stattfinden soll.

In diesem Jahr wird das Projekt vom Center for Peace and Tolerance CPT, einer kosovarischen Nichtregierungsorganisation, geleitet. Die SHV ist primäre Partnerorganisation (wie auch das bosnische Forum Ziviler Friedensdienst ZFD).

Der Schwerpunkt von - Challenge History 2 - bleibt die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Westbalkans, Vergangenheitsbewältigung und Engagement in der dortigen Zivilgesellschaft. Das Jugendprojekt soll weiterhin zu Inklusivität, Pluralismus und Transparenz beitragen, ausgerichtet auf eine friedliche, europäische Zukunft.

 

Hier gelangen Sie zum Konzept.