Challenge History 2 in Prizren (Kosovo)

 In Prizren (Kosovo) fand zwischen dem 22.-28. Juli zum zweiten Mal die Sommerschule 'Challenge History' statt.  

 

 

 

Mit massgebender Beteiligung und Unterstützung der SHV führten regionale NGOs ein Bildungsprojekt für zwei Dutzend MittelschülerInnen aus Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, und Serbien durch.

 

Folgeaktivitäten, die weiter zu Inklusivität, Pluralismus und Transparenz im Westbalken beitragen sollen, werden zur Zeit von den jugendlichen TeilnehmerInnen geplant.  

 

Bilder und Einträge von der Sommerschule finden Sie auf der Facebook-Seite von Challenge History. Einen ausführlichen Bericht werden wir im nächsten SHV-Rundbrief publizieren.   Das Konzept der Sommerschule finden Sie auf dieser Webseite unter der Rubrik "Was wir tun".

 

 

 

 

Der SHV-Rundbrief

Wir haben Sie in früheren Rundbriefen über die Jugendarbeit orientiert, welche die Schweizerische Helsinki-Vereinigung seit einigen Jahren im Westbalkan durchführt. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für die Sommerschule für Schülerinnen und Schüler aus dem Kosovo, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien, welche im Juli 2018 in Prizren (Kosovo) stattfinden soll. Bei dieser Sommerschule geht es darum, durch die kritische Betrachtung der regionalen Geschichte einen kleinen Beitrag zur Versöhnung nach dem Krieg in Ex-Jugoslawien zu leisten.

Hier gelangen Sie zum aktuellen Rundbrief vom Juni 2018 . 

 

In diesem Rundbrief vom Juni 2018 befassen wir uns mit einer anderen Folge dieses Kriegs, mit der strafrechtlichen Untersuchung und Beurteilung von Kriegsverbrechen. Marie-Ursula Kind beschreibt die verschiedenen Funktionen, welche sie während vieler Jahre beim Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien ICTY ausgeübt hat.

 

Sie hat für den Rundbrief auch ein Interview mit der bosnischen Anwältin Irisa Cevra geführt. Daraus lernen wir, dass der ICTY nicht nur selbst zahlreiche Verfahren gegen mutmassliche Kriegsverbrecher durchgeführt hat – am ehesten kennen wir aus den Medien die Urteile gegen Karadzi? und Mladi?. Der Gerichtshof hat auch zahlreiche Juristinnen und Juristen aus den betroffenen Staaten ausgebildet, das materielle Strafrecht und das Verfahrensrecht in diesen Ländern geprägt und vor allem bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen mit nationalen Strafbehörden und Gerichten zusammengearbeitet. Besonders aufschlussreich sind die Antworten von Irisa ?evra zu den Fragen, welche Bedeutung die Gerichtsverfahren für die Angehörigen der Opfer hatten und ob sie zur Versöhnung beigetragen haben.

 

Elisabeth Baumgartner berichtet darüber, wie wichtig die Archive des ICTY sind für Wiedergutmachungsanträge, für die Erinnerungsarbeit und die Forschung. NGOs und staatliche Institutionen brauchen die gesammelten Dokumente. Gerade für die Geschichtsschreibung sind sie unerlässlich, und Versöhnung ist nur möglich, wenn alle verfügbaren Quellen analysiert werden. Da sind wir beim gleichen Ziel, das auch die von der SHV unterstützte Sommerschule „Challenge History“ anstrebt.

 

Zwei Mitglieder des SHV-Vorstandes haben eine private Reise in die Ukraine gemacht. Wir berichten über einige Eindrücke.   Kommen Sie am 24. August 2018 an die Jahresveranstaltung der SHV. Referent wird OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger sein.  

 

 

Freundliche Grüsse    

Christoph Lanz, Präsident 

 

Hier erhalten Sie unseren Rundbrief als PDF.

 

 

 

No quick fix for conflicts in the OSCE area 

Unser Präsident Christoph Lanz spricht im Interview mit SwissPeace über bedrohte Menschenrechte in Teilen der OSZE, aktuelle Herausforderungen für NGOs und erklärt die Bedeutung der SHV-Jugendseminare für die Förderung demokratischer Werte.

 

Hier gelangen Sie zum Interview im Magazin der Schweizer Plattform für Friedensförderung. 

 

“Challenge History” summer school in Mostar, 2017. Photo: Swiss Helsinki Committee